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Logistik-Lexikon

64 Begriffe aus dem Speditionsalltag — kurz, präzise und ohne Fachchinesisch erklärt. Ob Frachtbrief, Incoterms oder Lademeter: Wer Angebote vergleichen oder einen Transportauftrag sauber formulieren will, findet hier jede Definition in zwei, drei Sätzen — geschrieben von Disponenten, nicht aus dem Wörterbuch. Vertiefende Anleitungen mit Preisen und Praxisbeispielen finden Sie in unserem Ratgeber, konkrete Antworten rund um Ablauf, Kosten und Versicherung in den häufigen Fragen.

A

Abliefernachweis

Der Abliefernachweis (Proof of Delivery, POD) dokumentiert, dass eine Sendung vollständig und in welchem Zustand beim Empfänger angekommen ist. Er enthält Datum, Uhrzeit, Unterschrift und Name des Annehmenden sowie Vorbehalte bei erkennbaren Schäden. Ohne dokumentierten Vorbehalt gilt die Ware nach HGB als ordnungsgemäß abgeliefert, was spätere Schadensansprüche erheblich erschwert. Bei Logisticoo wird der Abliefernachweis digital erfasst und steht Auftraggebern über die Sendungsverfolgung zum Download bereit — wichtig etwa für Skonto-Fristen und Reklamationen.

ADR

ADR ist das europäische Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße. Es regelt Klassifizierung, Verpackung, Kennzeichnung, Fahrzeugausrüstung und Fahrerschulung und wird alle zwei Jahre novelliert. Gefahrgut wird in neun Klassen eingeteilt, von Explosivstoffen (Klasse 1) bis zu verschiedenen gefährlichen Stoffen (Klasse 9); maßgeblich sind UN-Nummer und Verpackungsgruppe. Logisticoo befördert Gefahrgut der gängigen Klassen mit geschulten Fahrern und fragt Beförderungspapier und Sicherheitsdatenblatt bereits bei der Buchung ab.

ADR Limited Quantity (LQ)

Limited Quantity (LQ) ist die Kleinmengenregelung des ADR: Werden Gefahrgüter in Innenverpackungen abgefüllt, die die stoffspezifischen LQ-Grenzwerte nicht überschreiten, gelten deutlich vereinfachte Vorschriften. LQ-Versandstücke tragen die schwarz-weiße Raute statt der vollen Gefahrzettel, der Fahrer benötigt keinen ADR-Schein, und viele Dokumentations- und Ausrüstungspflichten entfallen. Typische Beispiele sind Farben, Reinigungsmittel oder Aerosole im Karton. Für Versender ist LQ oft der wirtschaftlichste Weg, kleinere Gefahrgutmengen im regulären Sammelgutnetz von Logisticoo zu verschicken.

ADSp

Die Allgemeinen Deutschen Spediteurbedingungen (ADSp) sind das branchenübliche Regelwerk für Speditionsverträge in Deutschland, gemeinsam empfohlen von Industrie-, Handels- und Logistikverbänden. Sie konkretisieren das HGB-Frachtrecht, regeln unter anderem Haftungshöchstbeträge (Regelhaftung 8,33 Sonderziehungsrechte je Kilogramm), Aufrechnung, Pfandrechte und Versicherungspflichten. Die ADSp gelten nicht automatisch, sondern müssen vereinbart werden — in der Praxis geschieht das über Auftragsbestätigungen oder AGB-Verweise. Auch Logisticoo arbeitet auf Basis der aktuellen ADSp-Fassung, was beiden Seiten kalkulierbare Haftungsverhältnisse gibt.

A.TR

Die A.TR ist die Warenverkehrsbescheinigung für den Handel zwischen der EU und der Türkei im Rahmen der Zollunion. Sie bestätigt, dass sich eine Ware im zollrechtlich freien Verkehr befindet, und ermöglicht die zollfreie Einfuhr — anders als Präferenznachweise wie EUR.1 kommt es nicht auf den Warenursprung an. Die A.TR gilt für gewerbliche Industriewaren, nicht für Agrarerzeugnisse oder EGKS-Waren. Logisticoo wickelt Türkei-Verkehre über das eigene Länderbüro ab und unterstützt Versender bei der korrekten Ausstellung der A.TR.

Ausfuhranmeldung

Die Ausfuhranmeldung ist die elektronische Zollanmeldung für Warenexporte aus der EU in Drittländer, in Deutschland über das ATLAS-System (AES) abzugeben. Pflicht besteht ab einem Warenwert von 1.000 Euro oder 1.000 Kilogramm; das zweistufige Verfahren läuft über die Ausfuhrzollstelle am Verladeort und die Ausgangszollstelle an der EU-Grenze. Nach Ausgang der Ware erhält der Anmelder den Ausgangsvermerk als umsatzsteuerlichen Belegnachweis. Logisticoo organisiert die Ausfuhrabwicklung inklusive Zollagent, benötigt dafür aber rechtzeitig Handelsrechnung und EORI-Nummer.

Avisierung

Avisierung (Avis) ist die vorherige Ankündigung einer Abholung oder Zustellung beim Versender oder Empfänger — telefonisch, per E-Mail oder SMS. Vereinbart wird meist ein Zeitfenster, in dem das Fahrzeug eintrifft, damit Personal, Stapler oder Rampe bereitstehen. Bei Privatadressen ist die Avisierung im Speditionsversand faktisch Pflicht, weil anders als beim Paketdienst niemand „einfach klingelt". Fehlgeschlagene Zustellungen ohne Avis verursachen kostenpflichtige Zweitanfahrten; Logisticoo hinterlegt Avis-Wünsche deshalb direkt im Transportauftrag.

B

Begegnungsverkehr

Beim Begegnungsverkehr treffen sich zwei Lkw auf halber Strecke an einem vereinbarten Punkt — häufig ein Autohof oder Rastplatz — und tauschen ihre Ladeeinheiten, etwa Auflieger oder Wechselbrücken. Anschließend fährt jeder Fahrer zurück in seine Heimatregion. Das Modell hält Fahrer innerhalb der Lenkzeiten, ermöglicht abendliche Heimkehr und beschleunigt Fernverkehrsrelationen, weil das Fahrzeug ohne Ruhezeit-Unterbrechung weiterrollt. Voraussetzung sind kompatible Ladeeinheiten und eine präzise Disposition, die beide Fahrzeuge zeitgleich am Treffpunkt zusammenführt.

Beiladung

Eine Beiladung ist eine Sendung, die auf einem bereits geplanten Transport freien Laderaum mitnutzt, statt ein eigenes Fahrzeug zu beanspruchen. Der Frachtführer kombiniert dafür Sendungen mit ähnlicher Route und verteilt die Kosten auf mehrere Auftraggeber — Beiladungen sind deshalb deutlich günstiger als Direktfahrten. Der Preisvorteil wird mit flexibleren Lauf- und Ladezeiten erkauft, da sich der Ablauf nach der Hauptladung richtet. Für terminunkritische Paletten oder Maschinenteile ist die Beiladung oft die wirtschaftlichste Option im Logisticoo-Netz.

C

CMR-Frachtbrief

Der CMR-Frachtbrief ist das standardisierte Beförderungsdokument im grenzüberschreitenden Straßengüterverkehr nach dem CMR-Übereinkommen von 1956. Er dokumentiert Absender, Empfänger, Frachtführer, Ladegut, Übernahmeort und -zustand und dient als Beweisurkunde für den Frachtvertrag — nicht als Wertpapier. Ausgestellt wird er mindestens dreifach: je ein Exemplar für Absender, Empfänger und Frachtführer. Vorbehalte bei Übernahme oder Ablieferung gehören direkt in Feld 18 beziehungsweise 24. Bei internationalen Transporten erstellt Logisticoo den CMR auf Wunsch vorab digital.

Colli

Colli (Einzahl: Collo) bezeichnet die kleinste zählbare Verpackungseinheit einer Sendung — etwa einen Karton, eine Kiste, ein Fass oder eine gepackte Palette. Die Colli-Anzahl ist neben Gewicht und Maßen die zentrale Angabe in Frachtbrief und Transportauftrag, denn sie ermöglicht die Vollständigkeitskontrolle bei jedem Umschlag: Was mit zwölf Colli startet, muss mit zwölf Colli ankommen. Falsch deklarierte Colli-Zahlen führen zu Differenzen im Abliefernachweis und erschweren Haftungsfragen, weshalb Logisticoo bei der Buchung eine präzise Stückzahl abfragt.

Cross-Docking

Cross-Docking ist ein Umschlagverfahren, bei dem eingehende Ware ohne Regaleinlagerung direkt vom ankommenden auf das abgehende Fahrzeug sortiert wird; die Verweildauer auf der Umschlagfläche liegt meist unter 24 Stunden. Man unterscheidet vorkommissioniertes Cross-Docking, Konsolidierung mehrerer Lieferanten für einen Empfänger und Dekonsolidierung einer Großsendung auf viele Empfänger. Das Verfahren spart Lagerkosten und verkürzt Laufzeiten. Im Sammelgutnetz von Logisticoo werden Sendungen an Partnerdepots per Cross-Docking auf die regionalen Zustellfahrzeuge verteilt.

D

Disposition

Die Disposition plant, steuert und überwacht den Einsatz von Fahrzeugen, Fahrern und Laderaum. Disponenten ordnen Sendungen den passenden Fahrzeugen zu, bauen Touren, kalkulieren Lenk- und Ladezeiten, reagieren auf Störungen wie Stau oder Ausfälle und halten Kunden über den Sendungsstatus auf dem Laufenden. Ziel ist maximale Auslastung bei verlässlichen Terminen und minimalen Leerkilometern. Bei Logisticoo erhält jeder Kunde einen persönlichen Disponenten als festen Ansprechpartner — von der Angebotsphase bis zum Abliefernachweis.

Düsseldorfer Palette

Die Düsseldorfer Palette ist eine Halbpalette mit 800 × 600 Millimetern Grundfläche — exakt die halbe Europalette. Entwickelt wurde sie für den Handel: Sie passt durch enge Ladentüren, eignet sich als Display-Träger direkt auf der Verkaufsfläche und lässt sich paarweise auf einem Europaletten-Stellplatz transportieren. Tauschfähige Ausführungen tragen das EPAL-Zeichen. Im Speditionsversand wird sie wie eine halbe Europalette berechnet (etwa 0,2 Lademeter), was sie für kleinere Warenmengen zur kostengünstigen Alternative macht.

E

Einwegpalette

Einwegpaletten sind einfache Transportpaletten ohne Tauschanspruch: Sie werden für genau einen Versandvorgang gebaut, beim Empfänger entsorgt oder weiterverwendet, aber nicht ins Tauschsystem zurückgeführt. Es gibt sie in beliebigen Maßen und leichteren Bauweisen als die genormte Europalette, was Frachtgewicht spart. Für Exporte sind sie oft die bessere Wahl, weil kein Palettentausch über Grenzen organisiert werden muss — bei Holzpaletten ist dann die ISPM-15-Hitzebehandlung für Drittlandsendungen zu beachten. Im Transportauftrag sollte „kein Tausch" klar vermerkt sein.

EORI-Nummer

Die EORI-Nummer (Economic Operators' Registration and Identification) identifiziert Wirtschaftsbeteiligte EU-weit eindeutig gegenüber den Zollbehörden. Ohne sie ist keine Zollanmeldung möglich — sie ist Pflicht für jedes Unternehmen, das Waren in Drittländer exportiert oder von dort importiert, und wird in Deutschland kostenlos bei der Generalzolldirektion beantragt. Die Nummer beginnt mit dem Länderkürzel (etwa DE) und muss auf Ausfuhranmeldungen, Einfuhranmeldungen und Versandverfahren angegeben werden. Logisticoo fragt die EORI-Nummer bei jeder zollpflichtigen Buchung ab, um Verzögerungen an der Grenze zu vermeiden.

Europalette

Die Europalette (EPAL-Palette) ist der Standard-Ladungsträger im europäischen Güterverkehr: 1.200 × 800 × 144 Millimeter, rund 22 Kilogramm Eigengewicht, bis 1.500 Kilogramm Tragkraft bei gleichmäßiger Lastverteilung. Auf einen Standard-Sattelauflieger mit 13,6 Metern passen 33 Europaletten in einer Ebene; quer verladen belegt eine Palette etwa 0,4 Lademeter. Tauschfähig ist nur einwandfreie Ware mit gültiger EPAL-Kennzeichnung. Logisticoo kalkuliert Palettenpreise direkt im Versandrechner und unterstützt auf Wunsch den Palettentausch bei Abholung und Zustellung.

Express-Direktfahrt

Die Express-Direktfahrt ist die schnellste Transportart im Speditionsgeschäft: Ein Fahrzeug fährt exklusiv und ohne Umschlag vom Absender zum Empfänger, vom Sprinter bis zum Sattelzug. Typische Anlässe sind drohender Produktionsstillstand, Messelogistik oder Just-in-Time-Zulieferungen. Innerhalb Deutschlands ist die Zustellung meist am selben oder nächsten Tag möglich, europaweit in 24 bis 72 Stunden. Logisticoo disponiert Express-Direktfahrten rund um die Uhr und nennt innerhalb von 30 Minuten einen verbindlichen Festpreis — als Faustwert ab etwa 1,10 Euro pro Kilometer im Sprinter.

F

FCL (Full Container Load)

FCL bezeichnet in der Seefracht die exklusive Buchung eines kompletten Containers durch einen Versender. Standardgrößen sind der 20-Fuß-Container mit rund 33 Kubikmetern und der 40-Fuß-Container mit rund 67 Kubikmetern. Vorteile gegenüber LCL: kein Umschlag der Ware unterwegs, dadurch kürzere Transitzeit und geringeres Beschädigungsrisiko, sowie ein besserer Preis pro Kubikmeter bei guter Auslastung — der Break-even liegt erfahrungsgemäß bei etwa 15 Kubikmetern. Logisticoo bucht FCL-Verkehre weltweit und übernimmt Vor- und Nachlauf per Lkw.

Frachtführer

Der Frachtführer führt die Beförderung physisch durch: Er stellt Fahrzeug und Fahrer und haftet nach HGB beziehungsweise CMR für Verlust oder Beschädigung der Ware während des Transports. Davon zu unterscheiden ist der Spediteur, der den Transport organisiert und den geeigneten Frachtführer auswählt. Seriöse Speditionen prüfen ihre Frachtführer laufend auf EU-Lizenz, Versicherungsdeckung und gegebenenfalls ADR-Zulassung — bei Logisticoo ist diese Qualifikationsprüfung fester Bestandteil der Vergabe, bevor ein Subunternehmer eine Tour erhält.

Frankatur

Die Frankatur ist die vertragliche Lieferbedingung, die festlegt, wer welche Transportkosten trägt und wo Risiko und Organisationspflicht vom Verkäufer auf den Käufer übergehen. Klassische deutsche Frankaturen wie „frei Haus" oder „ab Werk" sind rechtlich unscharf; im professionellen Handel werden sie daher durch die eindeutig definierten Incoterms ersetzt — aus „ab Werk" wird EXW, aus „frei Haus" meist DAP oder DDP. Bei Logisticoo-Buchungen empfiehlt sich immer die Angabe des konkreten Incoterms samt Ortsbezeichnung, um Kostenstreitigkeiten zu vermeiden.

Frei Bordsteinkante

„Frei Bordsteinkante" ist die Standard-Lieferbedingung im Speditionsversand: Der Fahrer stellt die Ware am Fahrzeug beziehungsweise an der Bordsteinkante der Lieferadresse bereit — das Hineintragen ins Gebäude, Etagenlieferung oder Montage sind nicht enthalten. Umgekehrt gilt bei Abholung, dass die Ware verladefertig am Fahrzeug bereitstehen muss. Für Empfänger ohne Rampe oder Stapler bucht Logisticoo Fahrzeuge mit Ladebordwand und Hubwagen hinzu; darüber hinausgehende Services wie Zwei-Mann-Handling müssen ausdrücklich vereinbart werden.

FTL (Full Truck Load)

FTL — im Deutschen Komplettladung — bedeutet, dass ein Lkw exklusiv für eine einzige Sendung fährt, typischerweise ab etwa 15 Paletten, 15 Tonnen oder voller Lademeterauslastung bis 24 Tonnen Nutzlast im Sattelzug. Die Ware wird ohne Umschlag direkt vom Absender zum Empfänger befördert, was kurze Laufzeiten und minimales Beschädigungsrisiko bedeutet. Abgerechnet wird pro Fahrzeug und Strecke, nicht pro Palette. Logisticoo bietet FTL-Verkehre europaweit an — als Faustwert ab etwa 1,95 Euro pro Kilometer, mit Festpreis-Angebot in 30 Minuten.

G

Gitterbox

Die Gitterbox ist ein genormter Stahl-Ladungsträger mit Gitterwänden und Holzboden im Grundmaß 1.240 × 835 × 970 Millimeter, rund 70 Kilogramm Eigengewicht und bis zu 1.500 Kilogramm Zuladung. Sie schützt Schüttware, Kleinteile und unförmige Güter, ist stapelbar und über eine klappbare Vorderwand be- und entladbar. Wie die Europalette ist die Gitterbox tauschfähig, allerdings mit deutlich höherem Pfandwert. Im Lademeter-Kalkül entspricht sie etwa 0,42 LDM; Logisticoo transportiert Gitterboxen im Sammelgut- wie im Ladungsverkehr.

I

Incoterms 2020

Die Incoterms 2020 sind die aktuell gültigen Handelsklauseln der Internationalen Handelskammer (ICC). Elf Klauseln regeln, wer Transportkosten, Versicherung und Risiko trägt: sieben für alle Verkehrsträger (EXW, FCA, CPT, CIP, DAP, DPU, DDP) und vier nur für See- und Binnenschifffahrt (FAS, FOB, CFR, CIF). Entscheidend ist immer die Kombination aus Klausel und benanntem Ort, etwa „DAP Berlin". Im europäischen Straßenverkehr über Logisticoo sind EXW, DAP und DDP die gängigsten Klauseln; das Team berät bei der Auswahl.

Intermodaler Verkehr

Intermodaler Verkehr kombiniert mindestens zwei Verkehrsträger, wobei die Ladeeinheit — Container, Wechselbrücke oder Sattelauflieger — durchgängig dieselbe bleibt und nur die Einheit umgeschlagen wird, nicht die Ware. Typisch ist der Vor- und Nachlauf per Lkw mit Hauptlauf auf Schiene oder Binnenschiff. Vorteile sind geringere CO2-Emissionen und Unabhängigkeit von Fahrverboten auf langen Distanzen; nachteilig sind fixe Zugabfahrten und längere Planungsvorläufe. Für zeitkritische Sendungen bleibt der direkte Straßentransport meist die schnellere Wahl.

J

Just-in-Time (JIT)

Just-in-Time ist ein Beschaffungs- und Produktionsprinzip, bei dem Material exakt zum Verbrauchszeitpunkt angeliefert wird, um Lagerbestände und Kapitalbindung zu minimieren. Die Steigerung Just-in-Sequence liefert zusätzlich in der Reihenfolge des Verbaus, etwa ans Montageband der Automobilindustrie. JIT verlangt absolut zuverlässige Transporte mit festen Zeitfenstern — jede Verspätung kann einen Bandstillstand mit hohen Konventionalstrafen auslösen. Für solche Fälle setzt Logisticoo auf Express-Direktfahrten mit fixem Abholtermin und Echtzeit-Sendungsverfolgung.

K

Kabotage

Kabotage ist die Erbringung von Inlandstransporten durch ein Unternehmen aus einem anderen Staat — etwa wenn ein polnischer Lkw nach einer internationalen Entladung in Deutschland innerdeutsche Sendungen fährt. Das EU-Mobilitätspaket erlaubt maximal drei Kabotagefahrten binnen sieben Tagen nach der Entladung der grenzüberschreitenden Ladung; danach gilt eine viertägige Sperrfrist („Cooling-off") im selben Land. Verstöße werden mit empfindlichen Bußgeldern geahndet. Für Auftraggeber ist relevant: Auch bei vergebenen Subtransporten haftet die beauftragende Spedition für die Einhaltung der Kabotageregeln mit.

Komplettladung

Komplettladung ist der deutsche Begriff für FTL (Full Truck Load): Ein Auftraggeber belegt den gesamten Laderaum eines Fahrzeugs, unabhängig davon, ob dieser physisch voll ausgelastet ist. Der Lkw fährt ohne Zwischenstopps und ohne Umschlag direkt zum Empfänger — das macht die Komplettladung zur schnellsten und schonendsten Ladungsart nach der Express-Direktfahrt, mit der sie im Kern identisch ist. Ab etwa 15 Paletten oder 15 Tonnen ist sie zudem pro Einheit oft günstiger als eine Teilladung. Logisticoo kalkuliert beide Varianten automatisch im Versandrechner.

Kontraktlogistik

Kontraktlogistik bezeichnet die langfristige, vertraglich gebundene Übernahme komplexer Logistikpakete durch einen Dienstleister — typischerweise die Kombination aus Lagerung, Kommissionierung, Umschlag, Transport und Mehrwertdiensten wie Verpackung oder Retourenmanagement. Verträge laufen meist über mehrere Jahre und beinhalten dedizierte Kapazitäten sowie vereinbarte Leistungskennzahlen (KPIs). Für Verlader bedeutet das planbare Kosten und die Auslagerung ganzer Prozessketten an einen Systempartner, verlangt aber sorgfältige Auswahl und Steuerung, da ein Dienstleisterwechsel aufwendig ist.

Kühlkette

Die Kühlkette ist die lückenlose Einhaltung eines vorgegebenen Temperaturbereichs vom Verladen bis zur Übergabe — etwa +2 bis +7 Grad Celsius für Frischware oder -18 Grad für Tiefkühlkost. Jede Unterbrechung kann Ware verderben oder pharmazeutische Produkte unbrauchbar machen; bei Lebensmitteln und Arzneimitteln (GDP-Richtlinie) ist die dokumentierte Kühlkette gesetzlich vorgeschrieben. Nachgewiesen wird sie über Temperaturschreiber und Datenlogger im Fahrzeug. Logisticoo setzt für Kühlkettentransporte ausschließlich Fahrzeuge mit aktiver Kühlung und Temperaturaufzeichnung ein.

Kühltransport

Kühltransport ist die Beförderung temperaturempfindlicher Güter — Lebensmittel, Pharmazeutika, Chemikalien oder Pflanzen — in aktiv temperierten Fahrzeugen. Kühlkoffer mit Aggregat halten je nach Ware Frische- (+2 bis +7 °C), Tiefkühl- (-18 °C und kälter) oder Pharma-Bereiche (+15 bis +25 °C) konstant; Multitemperatur-Fahrzeuge bedienen mehrere Zonen gleichzeitig. Rechtlicher Rahmen für grenzüberschreitende Lebensmitteltransporte ist das ATP-Übereinkommen mit zertifizierten Fahrzeugklassen wie FRC. Logisticoo bietet Kühltransporte vom Kühlsprinter bis zum Sattelzug mit dokumentierter Temperaturführung an.

L

Ladebordwand (LBW)

Die Ladebordwand — auch Hebebühne oder LBW — ist eine hydraulische Plattform am Fahrzeugheck, mit der Paletten ohne Rampe oder Stapler auf Straßenniveau abgesenkt werden. In Kombination mit einem Hubwagen ermöglicht sie die Be- und Entladung an Privatadressen, Baustellen oder Filialen ohne Verladetechnik. Zu beachten sind Gewichtsgrenzen von meist 750 bis 1.500 Kilogramm pro Hub und ausreichend befestigte Stellfläche hinter dem Fahrzeug. Bei Logisticoo wird die Ladebordwand als Option direkt bei der Buchung angegeben, damit das passende Fahrzeug disponiert wird.

Lademeter (LDM)

Der Lademeter ist die zentrale Rechengröße im Ladungsverkehr: ein laufender Meter Ladefläche über die volle Fahrzeugbreite von 2,40 Metern. Berechnung: Länge × Breite der Ware geteilt durch 2,40. Eine quer verladene Europalette belegt damit 0,4 LDM, ein Standard-Sattelzug bietet 13,6 LDM für 33 Europaletten in einer Ebene. Für nicht stapelbare Ware wird nach Lademetern statt nach Gewicht abgerechnet, weil sie Fläche blockiert. Der Logisticoo-Versandrechner ermittelt die Lademeter automatisch aus den eingegebenen Sendungsmaßen.

Ladungssicherung

Ladungssicherung umfasst alle Maßnahmen, die Ladegut gegen Verrutschen, Kippen und Herabfallen sichern — durch Formschluss (lückenloses Stauen), Kraftschluss (Niederzurren mit Zurrgurten) oder Hilfsmittel wie Antirutschmatten, Sperrbalken und Kantenschützer. Rechtsgrundlagen sind §22 StVO und die VDI-Richtlinie 2700; verantwortlich sind Fahrer, Halter und ausdrücklich auch der Verlader. Faustwert: Nach vorn müssen 80 Prozent des Ladungsgewichts gesichert sein, zur Seite und nach hinten 50 Prozent. Logisticoo-Fahrzeuge führen standardmäßig Zurrmittel mit; besondere Anforderungen gehören in den Transportauftrag.

LCL (Less than Container Load)

LCL ist Sammelcontainer-Verkehr in der Seefracht: Mehrere Versender teilen sich einen Container, konsolidiert und dekonsolidiert an Container-Freight-Stationen (CFS) in den Häfen. Abgerechnet wird pro Kubikmeter oder Tonne — je nachdem, welcher Wert höher ist („Weight or Measurement"). LCL lohnt sich typischerweise für Sendungen zwischen einem und zehn Kubikmetern; darüber wird meist ein eigener Container (FCL) günstiger. Nachteile sind längere Transitzeiten und zusätzliche Umschläge. Logisticoo bietet LCL-Abfahrten weltweit mit Vor- und Nachlauf per Lkw an.

LTL (Less than Truckload)

LTL — deutsch Teilladung — bezeichnet Sendungen, die zu groß für Sammelgut, aber zu klein für einen ganzen Lkw sind: typischerweise 6 bis 15 Paletten oder 3 bis 15 Tonnen. Der Frachtführer kombiniert wenige zueinander passende Teilladungen auf einem Fahrzeug, das relativ direkt fährt; abgerechnet wird nach beanspruchten Lademetern und Gewicht. Gegenüber Sammelgut entfällt der Depot-Umschlag, was Laufzeit spart und das Beschädigungsrisiko senkt. Logisticoo kalkuliert Teilladungen im Versandrechner automatisch gegen Sammelgut- und FTL-Preise.

Luftfracht

Luftfracht ist der schnellste Verkehrsträger für interkontinentale Sendungen und eignet sich für zeitkritische, hochwertige oder verderbliche Güter. Transportiert wird in Frachtmaschinen oder im Unterdeck von Passagierflugzeugen, verladen auf standardisierte ULDs; abgerechnet wird nach dem höheren Wert aus tatsächlichem und volumetrischem Gewicht (Faktor 1:6.000). Zentrale Dokumente sind der Air Waybill (AWB) und bei Export die Ausfuhranmeldung; Sicherheitsvorschriften verlangen „sichere" oder durchleuchtete Fracht. Logisticoo organisiert Luftfracht inklusive Vorlauf, Zollabwicklung und Nachlauf bis zur Empfangsadresse.

N

Nahverkehr

Nahverkehr bezeichnet in der Speditionspraxis Verteil- und Abholtouren im Umkreis von etwa 50 Kilometern um das Umschlagdepot. Eingesetzt werden meist Fahrzeuge zwischen 3,5 und 12 Tonnen, die morgens die über Nacht eingegangenen Sammelgutsendungen zustellen und auf derselben Tour neue Sendungen für den abendlichen Fernverkehr (Hauptlauf) abholen. Der Nahverkehr bildet damit die erste und letzte Meile des Stückgutnetzes; seine Effizienz bestimmt maßgeblich, ob avisierte Zeitfenster beim Empfänger eingehalten werden.

NVOCC

Ein NVOCC (Non-Vessel Operating Common Carrier) tritt in der Seefracht wie eine Reederei auf, ohne eigene Schiffe zu betreiben: Er kauft Frachtraum in großen Kontingenten ein, verkauft ihn unter eigenem Konnossement (House Bill of Lading) weiter und haftet gegenüber dem Kunden wie ein Verfrachter. Stärken sind Konsolidierung kleinerer Sendungen, stabile Raten und eigene LCL-Abfahrten. Für Verlader bedeutet das: Vertragspartner und Haftungsadressat ist der NVOCC, auch wenn physisch eine Linienreederei fährt.

O

Outsourcing

Outsourcing in der Logistik bedeutet, Transport, Lagerhaltung, Fulfillment oder ganze Lieferkettenprozesse an spezialisierte Dienstleister auszulagern, statt eigene Fahrzeuge und Läger zu betreiben. Motive sind Kostenkontrolle, Skalierbarkeit bei Auftragsschwankungen und die Konzentration auf das Kerngeschäft. Erfolgskritisch sind klar definierte Leistungskennzahlen, Schnittstellen zwischen den IT-Systemen und eine saubere Haftungsregelung. Viele Mittelständler beginnen mit dem Transport-Outsourcing an eine Spedition wie Logisticoo und erweitern schrittweise um Lager- und Zusatzleistungen.

P

Palette

Die Palette ist der grundlegende Ladungsträger der Stückgutlogistik: eine flache Plattform aus Holz, Kunststoff oder Metall, die Waren stapelbar bündelt und mit Hubwagen oder Stapler bewegbar macht. Gängige Formate sind die Europalette (1.200 × 800 mm), die Industriepalette (1.200 × 1.000 mm), die Düsseldorfer Halbpalette (800 × 600 mm) und Einwegpaletten in freien Maßen. Für den Speditionsversand zählt neben dem Format vor allem die saubere Beladung: kein Überstand, Ware verklebt oder folienumwickelt, schwere Güter unten.

Palettentausch

Beim Palettentausch übergibt der Empfänger Zug um Zug leere, tauschfähige Paletten gegen die angelieferten vollen — so bleiben Europaletten und Gitterboxen im Umlauf, ohne dass Leergut zurücktransportiert werden muss. Tauschfähig sind nur unbeschädigte Paletten mit gültiger EPAL- oder EUR-Kennzeichnung; der Zustand wird nach gängiger Klassifizierung bewertet. Wird nicht getauscht, entstehen Palettenschulden oder es wird ein Palettenersatzpreis berechnet. Logisticoo unterstützt den Tausch bei Abholung und Zustellung, wenn er im Auftrag vereinbart ist.

Planenauflieger (Tautliner)

Der Planenauflieger — branchenüblich Tautliner genannt — ist der Standard-Sattelauflieger im europäischen Ladungsverkehr: 13,6 Meter Ladelänge, 2,48 Meter Innenbreite, rund 2,70 Meter Innenhöhe, etwa 24 Tonnen Nutzlast und Platz für 33 Europaletten. Seitliche Schiebeplanen und ein abnehmbarer Aufbau erlauben Beladung von der Seite, von hinten und per Kran von oben. Varianten sind der Mega-Trailer mit 3 Metern Innenhöhe für Volumengüter und der Joloda-Auflieger für Papierrollen. Für Standard-Palettenware ist der Tautliner fast immer die wirtschaftlichste Wahl.

R

Roll-on/Roll-off (RoRo)

Roll-on/Roll-off ist ein Seefrachtverfahren, bei dem rollende Ladung — Pkw, Lkw, Baumaschinen, Trailer — über Rampen auf eigener Achse an und von Bord fährt, statt in Container verladen zu werden. Das spart Verpackung und Kranumschlag und verkürzt die Hafenliegezeiten erheblich. Nicht rollfähige Güter werden auf Rolltrailern (Mafi) mitgenommen. RoRo ist Standard für Fahrzeugexporte und im Kurzstreckenseeverkehr, etwa über Ostsee oder Ärmelkanal, wo komplette Sattelauflieger unbegleitet verschifft und am Zielhafen von lokalen Zugmaschinen übernommen werden.

S

Sammelgut

Sammelgut (Stückgutverkehr, LTL im weiteren Sinne) bündelt viele kleinere Sendungen verschiedener Auftraggeber: Der Nahverkehr holt sie ab, im Depot werden sie nach Zielregionen sortiert, der Hauptlauf fährt sie über Nacht zum Empfangsdepot, das die Zustellung übernimmt. Wirtschaftlich sinnvoll ist Sammelgut typischerweise für ein bis fünf Paletten oder bis etwa drei Tonnen; Laufzeiten liegen national bei ein bis drei, europaweit bei drei bis fünf Werktagen. Über Logisticoo ist Sammelgut die günstigste Option pro Palette — kalkulierbar direkt im Versandrechner.

Schwerguttransport

Schwerguttransport umfasst Güter, die Standardmaße oder -gewichte überschreiten — Maschinen, Trafos, Anlagenteile oder Baugeräte. Ab Überschreitung der regulären Grenzen (4 Meter Höhe, 2,55 Meter Breite, 40 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht) sind Ausnahmegenehmigungen nach §29 beziehungsweise §46 StVO nötig, oft verbunden mit Nachtfahrauflagen, Streckengutachten und Begleitfahrzeugen. Eingesetzt werden Tieflader, Semitieflader und Spezialequipment mit entsprechender Ladungssicherung. Die Planung braucht Vorlauf von Tagen bis Wochen — Logisticoo übernimmt im Rahmen der Projektlogistik Genehmigungsmanagement und Durchführung.

Seefracht

Seefracht ist der wichtigste Verkehrsträger des Welthandels und die kostengünstigste Option für große Mengen über weite Distanzen. Containerisierte Ware fährt als FCL (eigener Container) oder LCL (Sammelcontainer); daneben existieren Bulk-, Break-Bulk- und RoRo-Verkehre. Zentrales Dokument ist das Konnossement (Bill of Lading), das zugleich Warenwertpapier ist. Transitzeiten liegen etwa bei 30 bis 40 Tagen zwischen Asien und Nordeuropa. Logisticoo organisiert Seefracht ab und bis Haustür — inklusive Vorlauf, Zollabwicklung und Nachlauf per Lkw.

Sendungsverfolgung

Sendungsverfolgung (Track and Trace) macht den Status einer Sendung entlang der Transportkette sichtbar — von der Abholung über Umschlagpunkte bis zum Abliefernachweis. Technisch basiert sie auf Scan-Ereignissen an den Depots und zunehmend auf GPS-Telematik der Fahrzeuge, die Standorte in Echtzeit liefert. Für Verlader ist sie mehr als Komfort: Sie ermöglicht proaktive Avisierung, frühe Reaktion auf Verzögerungen und belastbare Ankunftsprognosen (ETA). Logisticoo stellt die Sendungsverfolgung online bereit, bei Direktfahrten inklusive Live-Position des Fahrzeugs.

Spediteur

Der Spediteur organisiert die Versendung von Gütern: Er wählt Verkehrsträger und Frachtführer aus, bündelt Sendungen, schließt Frachtverträge im eigenen Namen und kümmert sich um Dokumente, Zoll und Versicherung (§§453 ff. HGB). Die physische Beförderung überlässt er dem Frachtführer — übernimmt er sie selbst oder zu festen Sätzen, haftet er allerdings wie ein Frachtführer (Selbsteintritt, Fixkostenspedition). Moderne digitale Spediteure wie Logisticoo kombinieren diese klassische Organisationsleistung mit Online-Kalkulation, Echtzeit-Tracking und einem festen persönlichen Disponenten.

Standgeld

Standgeld ist die Vergütung für Wartezeiten des Fahrzeugs über die vereinbarte oder angemessene Be- und Entladezeit hinaus (§412 HGB). Branchenüblich sind je nach Fahrzeuggröße ein bis zwei Stunden Freizeit an der Rampe; danach werden Sätze von etwa 40 bis 80 Euro pro angefangener Stunde berechnet, bei Standtagen entsprechend mehr. Wichtig für die Durchsetzung ist die Dokumentation von Ankunft und Abfertigung, etwa auf dem CMR oder per Telematik-Zeitstempel. Verlader vermeiden Standgeld durch realistische Zeitfenster und funktionierende Avisierung.

Stückgut

Stückgut ist einzeln handhabbare Fracht — Paletten, Gitterboxen, Kisten, Fässer —, die im Sammelgutnetz über Depots transportiert wird, im Unterschied zu Schüttgut, Flüssigladung oder Komplettladungen. Typische Stückgutsendungen wiegen zwischen 30 und 3.000 Kilogramm; darunter beginnt der Paketdienst, darüber lohnen Teil- oder Komplettladungen. Entscheidend für reibungslosen Stückgutversand sind transportsichere Verpackung, korrekte Maß- und Gewichtsangaben sowie die Stapelbarkeit der Ware, da Sendungen mehrfach umgeschlagen werden. Logisticoo bedient Stückgutrelationen in 147 deutschen Städten und 55 Ländern.

T

T1-Verfahren

Das T1-Verfahren ist das externe Unionsversandverfahren: Nicht-Unionsware wird unter Zollverschluss durch das Zollgebiet der EU befördert, ohne dass Einfuhrabgaben anfallen — etwa vom Ankunftshafen Hamburg zum Verzollungsort in der Schweiz oder Türkei. Eröffnet wird das Verfahren elektronisch im NCTS-System gegen Sicherheitsleistung; die Ware muss innerhalb der gesetzten Frist unverändert bei der Bestimmungszollstelle gestellt werden. Nicht erledigte T1-Verfahren führen zur Abgabenerhebung beim Sicherheitsgeber. Logisticoo erstellt T1-Dokumente über Partnerzollagenturen für Import- und Transitverkehre.

Teilladung

Die Teilladung (Part Load, LTL) schließt die Lücke zwischen Sammelgut und Komplettladung: Die Sendung ist zu groß für das Depotnetz — typischerweise 6 bis 15 Paletten oder 3 bis 15 Tonnen —, füllt aber keinen ganzen Lkw. Der Disponent kombiniert zwei bis drei kompatible Teilladungen auf einer Route; die Ware bleibt ohne Depotumschlag auf dem Fahrzeug. Das ergibt Laufzeiten von ein bis zwei Werktagen national bei Preisen nach genutzten Lademetern. Logisticoo prüft bei jeder Anfrage automatisch, ob Teilladung oder Sammelgut günstiger ist.

Thermotransport

Thermotransport ist der Oberbegriff für temperaturgeführte Beförderung — aktiv gekühlt, beheizt oder isoliert. Neben klassischer Kühlware betrifft das frostempfindliche Güter wie Farben, Klebstoffe oder Pflanzen, die im Winter beheizte Fahrzeuge benötigen, sowie Pharmaprodukte mit engen Temperaturkorridoren (etwa +15 bis +25 °C). Eingesetzt werden Isolierkoffer, Kühlaggregate mit Heizfunktion und Datenlogger zur Dokumentation. Bei der Buchung über Logisticoo genügt die Angabe des Soll-Temperaturbereichs — die Disposition wählt Fahrzeugklasse und gegebenenfalls ATP-zertifiziertes Equipment aus.

Transitlager

Ein Transitlager ist eine Kurzzeit-Lagerstufe in der Transportkette: Waren werden dort nur Stunden bis wenige Tage gepuffert, um Sendungen zu konsolidieren, auf Anschlusstransporte zu warten oder Zollformalitäten abzuwickeln — im Unterschied zum Bestandslager gibt es keine langfristige Einlagerung. Zollrechtlich kann ein Transitlager als Verwahrungsort für noch nicht verzollte Ware dienen. In Speditionsnetzen übernehmen die Umschlagdepots diese Funktion, wenn etwa eine Zustellung terminiert werden muss oder der Empfänger die Ware erst später annehmen kann.

Transportversicherung

Die Transportversicherung deckt Verlust und Beschädigung der Ware über die gesetzliche Frachtführerhaftung hinaus, die nach HGB auf 8,33 Sonderziehungsrechte je Kilogramm (rund 10 Euro) begrenzt ist — bei hochwertiger Ware ein Bruchteil des tatsächlichen Werts. Eine Warentransportversicherung ersetzt dagegen den vollen versicherten Warenwert, meist als Allgefahrendeckung inklusive höherer Gewalt. Sinnvoll ist sie ab einem Warenwert, der die Haftungsgrenze deutlich übersteigt. Logisticoo bietet die Eindeckung sendungsbezogen bei der Buchung an; maßgeblich ist der angegebene Warenwert.

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ULD (Unit Load Device)

ULDs sind die genormten Ladeeinheiten der Luftfracht: Container und Paletten mit Netz, deren Konturen exakt an die Frachträume der jeweiligen Flugzeugtypen angepasst sind — etwa der Standardcontainer AKE fürs Unterdeck von Großraumflugzeugen oder die PMC-Palette fürs Hauptdeck von Frachtern. ULDs beschleunigen Be- und Entladung, schützen die Fracht und sind luftfahrtrechtlich zugelassenes Fluggerät, das registriert und auf Schäden geprüft wird. Für Versender relevant: Die ULD-Kontur begrenzt die maximale Höhe und Form der Packstücke.

Umschlag

Umschlag ist der Wechsel von Gütern zwischen Fahrzeugen oder Verkehrsträgern — der Kernprozess jedes Sammelgutdepots, Hafens oder Flughafens. Beim Stückgut werden ankommende Nahverkehrssendungen abends nach Zielregionen sortiert und auf Fernverkehrsfahrzeuge verladen; morgens läuft der Prozess umgekehrt. Jeder Umschlag kostet Zeit und erhöht das Beschädigungsrisiko, weshalb Sendungen umschlagfest verpackt sein müssen. Direktfahrten und Komplettladungen kommen bewusst ohne Umschlag aus — ein Hauptgrund, warum Logisticoo sie für empfindliche oder eilige Ware empfiehlt.

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Verzollung

Verzollung ist die zollamtliche Abfertigung von Waren beim Grenzübertritt in ein Drittland: Auf Basis von Handelsrechnung, Zolltarifnummer und Ursprungsnachweisen setzt der Zoll Einfuhrabgaben fest — Zölle plus Einfuhrumsatzsteuer. Für den Export aus der EU ist die Ausfuhranmeldung nötig, im Zielland die Importverzollung durch den Empfänger oder dessen Zollagenten; wer was übernimmt, regeln die vereinbarten Incoterms. Logisticoo koordiniert Export- und Importverzollung über Partneragenturen, unter anderem für die Schweiz, Großbritannien und die Türkei.

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Wechselbrücke

Die Wechselbrücke (Wechselbehälter, WAB) ist ein absetzbarer Ladungsaufbau mit vier ausklappbaren Stützbeinen: Das Fahrzeug fährt darunter weg, die Brücke bleibt beladen an der Rampe stehen und kann später von einem anderen Fahrzeug übernommen werden. Das Standardmaß von 7,45 Metern fasst 18 Europaletten; ein Gliederzug führt zwei Brücken. Wechselbrücken entkoppeln Be- und Entladung vom Fahrzeugumlauf und sind deshalb Rückgrat der Stückgut-Hauptläufe und des KEP-Fernverkehrs — auch im Begegnungsverkehr werden sie getauscht.

Z

Zoll

Der Zoll ist die Behörde für den grenzüberschreitenden Warenverkehr: Er erhebt Einfuhrabgaben, überwacht Verbote und Beschränkungen, kontrolliert Präferenznachweise und bekämpft Schmuggel sowie Schwarzarbeit. Innerhalb der EU gibt es keine Zollgrenzen — relevant wird der Zoll bei Verkehren mit Drittländern wie der Schweiz, Großbritannien oder der Türkei. Grundlage der Abgabenberechnung sind Zollwert, Zolltarifnummer und Warenursprung. Für Speditionen bedeutet saubere Zollarbeit vor allem: vollständige Dokumente vor Fahrzeugabfahrt, sonst steht der Lkw an der Grenze — und es droht Standgeld.

Zollabwicklung

Zollabwicklung bezeichnet die operative Erledigung aller Zollformalitäten einer Sendung: Erstellung der Export- und Importanmeldungen, Tarifierung über die Zolltarifnummer, Ursprungs- und Präferenznachweise (etwa EUR.1 oder A.TR), Versandverfahren wie T1 sowie Berechnung und Abführung der Abgaben. In der Praxis übernehmen Zollagenten oder die Spedition diese Schritte im Auftrag des Ver- oder Empfängers. Entscheidend ist die Vorbereitung: Handelsrechnung, Packliste und EORI-Nummer müssen vor Abholung vorliegen. Logisticoo bündelt Transport und Zollabwicklung aus einer Hand.

Zolltarifnummer

Die Zolltarifnummer klassifiziert Waren für Zollzwecke nach dem Harmonisierten System (HS) der Weltzollorganisation: Die ersten sechs Stellen sind weltweit einheitlich, die EU erweitert auf achtstellige KN-Codes für die Ausfuhr und elfstellige Codes für die Einfuhr. Aus der Nummer ergeben sich Zollsatz, Einfuhrumsatzsteuer, Verbote, Genehmigungspflichten und statistische Meldungen — eine falsche Tarifierung kann teure Nacherhebungen auslösen. Verbindliche Auskünfte erteilt der Zoll auf Antrag (vZTA). Für jede Drittlandsendung über Logisticoo gehört die Zolltarifnummer auf die Handelsrechnung.

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